Veranstaltung1.1

Die Funken haben gesprüht beim RASENNA Jahrestreffen. Das lag an sehr berührenden Erzählungen, an gesellschaftspolitischen Appellen und mitreißendem Engagement für Boden mit Zukunft!

In vielen persönlichen Gesprächen wurde auch an diesem Abend klar, in welch unterschiedlichen Bereichen der Bedarf nach unserer gemeinnützigen Bundesstiftung RASENNA besteht. Die Frage, wie und wo man leben soll, betrifft jedeN EinzelneN und hat immer mit Eigentumsverhältnissen zu tun. Wie kann ich den gepachteteten Hof langfristig absichern, kann ich bei steigenden Mietpreisen in meiner Wohnung bleiben, soll ich den Schritt in die Gemeinschaft wagen? Wie können KünstlerInnen freier arbeiten und sich wirklich ihrer Kunst widmen?

Diese Themen spiegelten sich auch in den Vorstellungsrunden konkreter Initiativen wider. Heinz Feldmann von der Wohnprojekte Genossenschaft WoGen ist Kooperationspartner und Mitstreiter für die gemeinsame Sache. Ein Projekt aus der Wiener Kunstszene – das Centrum für Dramaturgische Studien – wurde von Ernst Reepmaker vertreten, der auf die prekäre Situation der freien Theaterszene aufmerksam machte und die Notwendigkeit für einen unabhängigen freien Ort für Kulturschaffende aufgezeigt hat. Das zweite Projekt des Abends stellte uns Friedrich Leitgeb mit dem Wieserhoisl vor, auf dem fast schon berühmten Hofkollektiv in der Steiermark leben und landwirtschaften elf Menschen gemeinschaftlich. Der Hof steht zum Verkauf und seine Zukunft ist ungewiss.

Einen spürbaren Motivationsschub hat uns schließlich Dr. Verena Winiwarter beschert, die in ihrem Vortrag vor allem auf die ökologische und gesellschaftspolitische Relevanz unserer Initiative RASENNA zum Schutz des Bodens einging. Die Umwelthistorikerin und Wissenschaftlerin des Jahres 2013 sieht es als ihre Aufgabe, auf einer breiten Linie anhand des Wirkens zwischen Menschen und ihrer Umwelt auf die Folgen des verschwenderischen Umgangs mit Boden aufmerksam zu machen. In unsicheren Zeiten hilft der fundierte Blick in die Geschichte, um Bewährtes zu wiederholen und fundierte Entscheidungen für eine nachhaltige Zukunft zu treffen. Damit ermutigt sie, aktiv an Alternativen mitzuarbeiten.

Ans aktive gemeinsame Arbeiten ging es gegen Ende des Abends, als sich die große Runde auf vier Weltcafés zu unterschiedlichen Themen aufteilte. Zu den Bereichen Stiftungsgründung, Vernetzung, Publikationen und Projekte entwickelten sich rege Diskussionen, Gespräche und Anregungen für die Unterstützung unserer nächsten Schritte: Die gemeinnützige Bundesstiftung RASENNA zu gründen. Sanft ließen wir den informativen und spannenden Abend in geselliges Miteinander bei Buffet und Getränken ausklingen.

Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Planeten beträgt: 1 – Leicht zu merken, wird aber trotzdem häufig vergessen. Wir haben konkret gezeigt, was wir in Österreich für die Haut unserer Erde tun können. All jenen Menschen, die uns daran erinnern helfen und an einem besseren Umgang mit unserer Lebensgrundlage – Grund und Boden – mitwirken, ein Riesendankeschön!

Unterstützt uns weiter, unsere Initiative RASENNA auf sichere Beine zu stellen, damit wir weiter informieren, vernetzen und Projekte absichern zu können. Damit Wissen, Beziehungen und Grund & Boden wieder zur Allmende werden – zu Commons!