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Das erste Land-Forum für Ernährungssouveränitat Ende November gab den Anstoß für die gemeinsamen Gespräche. Alsbald war klar, wir verfolgen dasselbe Ziel.

Das Ergebnis: Gemeinsam haben wir die Vorbereitungen zur Gründung der gemeinnützigen Stiftung intensiviert: Eine Stiftung als Werkzeug für alle ins Leben zu rufen. Für alle Initiativen, die ihre Lebensgrundlage abgesichert wissen wollen. Für alle GrundstückseigentümerInnen, die kooperatives und gemeinschaftliches Leben auf ihren Grundstücken ermöglichen und erhalten wollen – generationsübergreifend. Und für alle, die den achtsamen Umgang mit Grund und Boden als auch miteinander unterstützen wollen.

In der Präambel ist die grundlegende Anschauung formuliert, auf der das Wirken der Stiftung fußen wird:

Der Erdboden, die Sonne, das Wasser und die Luft sind Grundlage und Gemeingut allen Lebens. Achtsamer und nachhaltiger Umgang damit ist grundlegende Aufgabe der Menschheit.

Diese Aufgabe kann nur durch ein sorgsames Miteinander der Menschen und durch solidarische und kooperative Lebensweisen erfüllt werden. Das ist die Voraussetzung eines guten Lebens für alle.

Die Bemühungen erfolgen nun gemeinsam für eine Stiftung zur Schaffung und Stärkung von Allmenden für ein gutes Leben für alle – für eine solidarische und kooperative Lebens- und Wirtschaftsweise.

GeLa Ochsenherz verfügt über Zusagen für ausreichendes Gründungsvermögen in Form von Land und landwirtschaftlicher Infrastruktur und hat die anderen CSA-Initiativen mit dem Gedanken einer solchen Stiftung vertraut gemacht. RASENNA hat bereits die besseren Möglichkeiten des neuen Bundes-Stiftungs- und Fondsgesetzes für die Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung geprüft und leistet Öffentlichkeitsarbeit, theoretische Grundlagenarbeit, Vernetzung und logistische Unterstützung für den Aufbau einer solchen Stiftung auch in anderen Lebensbereichen. Die gemeinsame Arbeit für die Gründungserklärung einer gemeinnützigen Stiftung kommt gut voran. Sie soll den Namen „Munus Stiftung – Allmende für Gutes Leben“ tragen. Munus bedeutet: Gabe, Aufgabe, Geschenk und Verbindlichkeit.

Ihre gemeinnützige Tätigkeit soll sich in den Bereichen entfalten:

  • Umwelt- und Naturschutz,
    ökologische und solidarische Landwirtschaft

  • Bau- und Wohnungswesen

  • Produktion & Reparatur von Gebrauchsgütern

  • Sozialer Zusammenhalt durch Einbeziehung von in unserer Gesellschaft vom Ausschluss bedrohten Menschen in stärkende Gemeinschaften

  • sowie Kultur- & Wissensaustausch, Kunst, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zu den genannten Bereichen.

Die Stiftung wird Stiftungsgut, insbesondere Grundstücke, zu günstigen Bedingungen an Nutzerinnengemeinschaften zur Verfügung stellen, in denen Menschen solidarisch und kooperativ untereinander und mit anderen solchen Gemeinschaften zusammenwirken.

Für ihre Tätigkeit kann die Stiftung Vermögensgegenstände und Güter jeder Art, insbesondere aber Grundstücke, Immobilien und Betriebsmittel übernehmen. Sie entzieht diese damit dem Markt und sichert sie für die Zwecke solidarischen Wirtschaftens. Sie steht dafür sowohl Initiativen dieser sozialen Ausrichtung als auch allen Menschen zur Verfügung, die zu ihren Zwecken etwas beizutragen haben.

Der Vorstand der Stiftung wird vom Aufsichtsrat bestellt, der Aufsichtsrat wiederum von den Nutzerinnengemeinschaften. Dadurch haben die Menschen, die das Land der Stiftung nutzen, die Kontrolle über das Handeln der Stiftung. So kann die Stiftung zu einer Plattform und zu einem Werkzeug für Bemühungen um ein „gutes Leben für alle“ in Solidarität und Kooperation werden.