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2005 brannten in Pariser Vororten die Autos. BewohnerInnen der Vororte verliehen ihrer Wut und Ohnmacht über die Ungerechtigkeit in der Verteilung der Stadt Ausdruck und schafften es auf die Titelseiten großer Zeitungen. Viele Städte nahmen dies zum Anlass, um wirksame Maßnahmen gegen Ghettobildung, den ‚broken-window-effect‘ oder auch Glasscherbenviertel zu ersinnen und einzusetzen. Die „Münchner Mischung“ ist so eine Maßnahme, mit der das Entstehen von sozialen Brennpunkten verhindert werden kann.

Die IBA_Wien lädt im 15. Mai 2017 um 18:00 Uhr zum Talk über sozial verträgliche Bodennutzung, und strebt danach, neue kreative Ansätze zur sozial verträglichen Bodennutzung zu entwickeln und mögliche Schritte zu einer Implementierung für Wien zu erforschen.

Einblicke in das Münchner Modell bietet der Vortrag von Norbert Wendrich, der als Jurist die Abteilung für Grundsatzangelegenheiten, Referat für Stadtplanung und Bauordnung in München leitet. Am Podium diskutieren:

  • Daniela Strassl, die ehemalige Direktorin von Wiener Wohnen und heutige Leiterin für die Immobilienstrategie der Stadt Wien
  • Beatrice Stude, Stadtplanerin, langjährige Tätigkeit bei einem Wiener Bauträger, heute selbständig und eine der treibenden Kräfte bei RASENNA für die Gründung der gemeinnützigen Munus Stiftung – Boden für Gutes Leben
  • Günter Groschopf, stellvertretender Geschäftsführer des wohnfonds wien, dem Fonds der Stadt Wien für Wohnbau und Stadterneuerung, der bereits 1984 damals noch unter dem Namen „Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds“ ins Leben gerufen wurde

Die brennenden Autos von Paris sind vielleicht von den Titelseiten verschwunden, aber die sozialen Brennpunkte noch immer da. Die europäischen Städte wachsen. Spitzenreiterin ist Wien, gefolgt von Berlin, München, Warschau und Hamburg. Wie neue Stadtquartiere konzipiert und errichtet werden, wirkt für die nächsten 100 Jahre nach und hat einen immensen Einfluss auf den sozialen Frieden.

Kommt zum IBA-Talk am 15. Mai im Technologiezentrum Seestadt in der Seestadtstraße 27 statt, U2-Station Seestadt.

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